Free China Movement: Ein Foto des Dalai Lama ist kein „Separatismus“

ZUR SOFORTIGEN VERÖFFENTLICHUNG

Free China Movement: Ein Foto des Dalai Lama ist kein „Separatismus“

Der Demokratieaktivist Zhang Yi muss sofort freigelassen werden; friedliche Meinungsäußerung darf nicht zum Staatssicherheitsdelikt gemacht werden.

WASHINGTON — 31. August 2026 — Free China Movement fordert die sofortige Freilassung des chinesischen Demokratieaktivisten und Menschenrechtsverteidigers Zhang Yi, der in Lhasa festgenommen wurde, nachdem er bei einem Besuch des Sera-Klosters ein Foto des Dalai Lama gezeigt hatte.

Nach Angaben von Amnesty International wurde Zhang am 1. Juli festgenommen und am 28. Juli wegen des Verdachts der „Anstiftung zum Separatismus“ formell verhaftet. Amnesty erklärt, die Behörden hätten die Tatsachengrundlage des Vorwurfs nicht öffentlich gemacht und seine Inhaftierung scheine allein aus der friedlichen Ausübung seiner Menschenrechte zu resultieren.

„Ein Foto des Dalai Lama ist kein Separatismus, und friedliche Meinungsäußerung ist keine Bedrohung der nationalen Sicherheit. Wenn ein politisches System ein Foto für gefährlich hält, ist nicht das Foto die Gefahr, sondern der Verlust grundlegender Freiheit.“

Free China Movement

Amnesty berichtet, Zhang habe das Foto gezeigt, nachdem er mit einem tibetischen Gläubigen, von dem er eine Gebetsmatte ausleihen wollte, nicht sprachlich kommunizieren konnte. Nach Angaben seiner Familie beobachteten Zivilbeamte den Austausch; die Polizei nahm Zhang fest, bevor er das Kloster verließ.

Amnesty bezeichnet Zhang als bekannten prodemokratischen Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger aus Wuhan, der bereits während der Demokratiebewegung von 1989 politisch aktiv wurde.

„Siebenunddreißig Jahre nach der Demokratiebewegung von 1989 sollte kein Demokratieaktivist in Haft sitzen, weil er jemandem ein Foto gezeigt hat. Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und kulturelle Identität können nicht bestehen, wenn gewöhnliche friedliche Handlungen in politische Straftaten verwandelt werden.“

Free China Movement

Free China Movement fordert die Mainland Chinese Communist Government auf, Zhang Yi sofort und bedingungslos freizulassen; ihm bis dahin Zugang zu seiner Familie und einem Anwalt seiner Wahl zu gewährleisten und ihn vor Folter und Misshandlung zu schützen; die tatsächliche und rechtliche Grundlage der Anschuldigung offenzulegen; den Einsatz von „Separatismus“ und anderen Staatssicherheitsdelikten gegen friedliche Meinungsäußerung, Religionsausübung und kulturelle Identität zu beenden; und die Rechte der Tibeter und aller Menschen auf friedliche Meinungsäußerung, Religion, Kultur und Vereinigungsfreiheit zu achten.

Quellen

Amnesty International, 28. August 2026

Amnesty International, 5. August 2026

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