Chinas Ein- und Ausreiseregeln ab 15. September: Was Erlass Nr. 841 ändert – und was nicht

NACHRICHTEN + ANALYSE | 5. September 2026 | P5-EVT-2026-0904-13

Der Staatsrats-Erlass Nr. 841 tritt am 15. September 2026 in Kraft. Der veröffentlichte nationale Text, den Free China geprüft hat, schafft nicht selbst eine neue allgemeine Pflicht für alle Ärzte, Studierenden, Hochschulbeschäftigten oder Privatangestellten, ihre Pässe abzugeben oder vor einer Ausreise die Zustimmung des Arbeitgebers einzuholen.

Davon zu unterscheiden sind seit längerem bestehende Personalregelungen zur zentralen Verwahrung privater Reisedokumente und zur vorherigen Reisegenehmigung für bestimmte registrierte Personengruppen in Partei- und Staatsorganen, öffentlichen Einrichtungen, Finanzinstituten, Staatsunternehmen und sensiblen Funktionen. Einzelne Einrichtungen wenden intern weiter gefasste Regeln an.

Analyse von Free China

Ausreisebeschränkungen, Passverwahrung und Reisegenehmigungen brauchen eine klare öffentliche Rechtsgrundlage, eng definierte Kategorien, schriftliche Gründe, zeitliche Grenzen und wirksame Rechtsbehelfe. Zugleich muss die Kritik bestehender Mobilitätsbeschränkungen den nationalen Gesetzestext von internen Personalpraktiken trennen. Behauptungen über ein neues universelles Ausreisegenehmigungssystem sollten ohne Dokumentenbeleg nicht weiterverbreitet werden.