9. September 2026 — Raymond Greene, Direktor des American Institute in Taiwan, warnte auf einem Verteidigungsforum in Taipeh, ein Konflikt in der Taiwanstraße würde hohe menschliche Verluste verursachen und könnte weltwirtschaftliche Folgen haben, die jene des Zweiten Weltkriegs übersteigen.
Nach Angaben von Reuters sagte Greene, ein bevorstehendes Gipfeltreffen zwischen den Vereinigten Staaten und dem chinesischen Festland biete eine Gelegenheit, Missverständnisse und Fehlkalkulationen zu verringern. Er beschrieb den US-Ansatz als Kombination aus hochrangiger Diplomatie, regionalen Partnerschaften und Unterstützung für die Selbstverteidigungsfähigkeit der Republik China auf Taiwan.
Vizepräsidentin Hsiao Bi-khim erklärte auf demselben Forum, Taiwan müsse seine Verteidigung stärken und die Gesellschaft auf verschiedene Sicherheitsrisiken vorbereiten. Ziel sei es, Frieden und die Freiheit der Menschen in Taiwan zu erhalten, über ihre Zukunft selbst zu entscheiden.
Die kommunistische Regierung auf dem chinesischen Festland beansprucht weiterhin Souveränität über Taiwan und hat auf den Einsatz von Gewalt nicht verzichtet. Die Regierung der Republik China auf Taiwan weist diesen Anspruch zurück.
Greenes wirtschaftlicher Vergleich ist als politische Warnung zu verstehen, nicht als präzise Prognose für einen konkreten Konflikt. Seine Äußerungen kündigten weder neue militärische Maßnahmen noch eine formelle Änderung der US-Politik oder einen unmittelbar bevorstehenden Angriff an.