Hongkongs Finanzaufschwung macht den politischen Wandel nicht rückgängig

Reuters berichtete am 11. September über eine Erholung bei Börsengängen, Vermögensverwaltung und Finanzrekrutierung in Hongkong. Einschließlich IPOs wurden in den ersten acht Monaten 2026 rund 83,5 Milliarden US-Dollar aufgenommen, 76 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zwei Entwicklungen können gleichzeitig wahr sein

Hongkong kann als Finanzzentrum wieder an Dynamik gewinnen, während politische Freiheiten enger werden. Kapitalmärkte reagieren auf Liquidität, Steuern, Festlandgeschäft, Rechtsinfrastruktur und Renditechancen. Politische Freiheit hängt dagegen von Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit und richterlicher Unabhängigkeit ab.

Ein Finanzaufschwung beweist daher nicht, dass sich das politische und zivilgesellschaftliche Umfeld wiederhergestellt hat. Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und institutionelle Freiheit müssen getrennt bewertet werden.

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