Tung Chee-hwa, Hongkongs erster Regierungschef nach 1997, stirbt mit 89

8. September 2026 — Tung Chee-hwa, Hongkongs erster Regierungschef nach der Souveränitätsübergabe von 1997, ist im Alter von 89 Jahren gestorben.

Associated Press berichtete unter Berufung auf Tungs Büro, er sei friedlich im Beisein seiner Familie gestorben. Reuters bestätigte den Tod ebenfalls anhand dieser Mitteilung. In den ausgewerteten Berichten wurde keine Todesursache genannt.

Vor seinem Eintritt in die Politik war Tung Reedereimanager. Im Juli 1997 trat er das Amt des Chief Executive an. Seine Regierung erlebte die asiatische Finanzkrise, die SARS-Epidemie und anhaltende Forderungen nach demokratischen Reformen.

Der Konflikt um Artikel 23 im Jahr 2003

Tungs Regierung betrieb 2003 ein nationales Sicherheitsgesetz nach Artikel 23 des Basic Law. Rund eine halbe Million Menschen demonstrierten dagegen; der Entwurf wurde anschließend zurückgezogen. Tung trat 2005 vor Ablauf seiner zweiten Amtszeit zurück und nannte gesundheitliche Gründe.

Später wurde er stellvertretender Vorsitzender der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes und blieb in den Beziehungen zwischen Festlandchina und den USA aktiv. Ein neues Artikel-23-Gesetz wurde 2024 in einem grundlegend veränderten politischen Umfeld verabschiedet.

Lesen Sie dazu unsere historische Analyse.

Quellen