ZUR SOFORTIGEN VERÖFFENTLICHUNG
2. September 2026
WASHINGTON — Free China Movement verurteilt die fortgesetzte strafrechtliche Verfolgung des Hongkonger Demokratieaktivisten Joshua Wong. Er bekannte sich heute in seinem zweiten Staatssicherheitsverfahren der Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften schuldig; er verbüßt bereits eine andere Freiheitsstrafe, das neue Strafmaß steht noch aus.
Die Frage geht über einen Angeklagten oder ein Schuldbekenntnis hinaus. Das kommunistische Regime auf dem chinesischen Festland hatte Hongkong nach 1997 ein hohes Maß an Autonomie und grundlegende Freiheiten zugesagt. Diese Zusagen finden sich im Basic Law, insbesondere in den Artikeln 27, 28, 35 und 39.
Lian Shengde erklärte, die Kriminalisierung friedlicher demokratischer Interessenvertretung sei keine nationale Sicherheit, sondern politische Repression. Seine Kernaussage lautet: „Der Angeklagte im Gerichtssaal mag Joshua Wong sein, aber die gebrochenen Versprechen gehören Peking.“
Warum das Schuldbekenntnis die Frage nicht beendet
Ein Schuldbekenntnis unter einem Staatssicherheitsgesetz beantwortet nicht die Frage, ob dieses Gesetz und seine Anwendung die den Einwohnern Hongkongs zugesagten Freiheiten respektieren. Art der zugrunde liegenden Handlungen, Verhältnismäßigkeit der Strafe, rechtsstaatliche Garantien und die kumulative Wirkung wiederholter Verfahren bleiben entscheidend.
Free China Movement ruft demokratische Regierungen, Parlamente, internationale Menschenrechtsinstitutionen und die Zivilgesellschaft auf, Joshua Wongs bevorstehendes Strafmaß genau zu beobachten, Fälle politischer Gefangener in Hongkong anzusprechen und Meinungs-, Vereinigungs- und friedliche politische Beteiligungsfreiheit zu verteidigen.
Pressekontakt
Free China Movement
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