Jimmy Lai: 20 Jahre Haft und erneute Forderungen nach Freilassung — warum seine Entscheidung für Chinas Zukunft zählt

4. September 2026 — Nachrichten + Leitartikel

Der Hongkonger Medienunternehmer Jimmy Lai, 78, verbüßt eine im Februar 2026 verhängte 20-jährige Haftstrafe nach Verurteilungen im Zusammenhang mit nationaler Sicherheit und Aufwiegelung. Seine Familie fordert weiterhin seine Freilassung und warnt nach Jahren der Haft vor einer Verschlechterung seines Gesundheitszustands. Lai, Gründer von Apple Daily und britischer Staatsbürger, weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet sich als politischen Gefangenen.

Warum das wichtig ist

Lai war nicht nur Verleger, sondern ein außerordentlich erfolgreicher Unternehmer. Er hätte sein Vermögen durch Schweigen schützen können, entschied sich jedoch dafür, seine Ressourcen und seine öffentliche Stimme für Pressefreiheit, demokratische Teilhabe und Rechtsstaatlichkeit einzusetzen.

Kommentar der Bewegung für ein Freies China

Die Bewegung für ein Freies China sieht seine Entscheidung in einer längeren Tradition chinesischen Bürgermuts. Qiu Jin, Lin Juemin und die Märtyrer von Huanghuagang nahmen extreme persönliche Risiken auf sich, um republikanische und verfassungsstaatliche Ideen zu verbreiten. Die historischen Umstände und Mittel waren andere; wir setzen bewaffnete Revolutionen der Vergangenheit nicht mit dem heutigen friedlichen demokratischen Kampf gleich. Gemeinsam ist die Bereitschaft, Prinzipien über persönlichen Komfort zu stellen.

Auch die amerikanische Gründergeneration des 18. Jahrhunderts verstand, dass Freiheit Menschen braucht, die für dauerhafte Institutionen Risiken eingehen. Chinesische Unternehmer von heute müssen kein Martyrium suchen. Sie können unabhängige Information, politische Gefangene, Zivilgesellschaft, Verfassungsforschung, freie Wirtschaft und Rechtsstaatlichkeit unterstützen.

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