PRESSEMITTEILUNG / FORMELLE STELLUNGNAHME | 6. September 2026 | P5-EVT-2026-0904-12
Die Bewegung für ein Freies China (FCM) ist besorgt über satelliten- und quellenbasierte Berichte über erneute Abrisse von Wohngebäuden an der buddhistischen Akademie Larung Gar im Kreis Serthar, Sichuan, im Jahr 2026. Radio Free Asia und die International Campaign for Tibet berichten auf Grundlage von Satellitenbildern, visuellen Belegen und tibetischen Quellen über fortgesetzte Abrisse.
Bis zum 5. September 2026 hat FCM keine aktuelle öffentliche Abriss-, Landnutzungs- oder Planungsentscheidung gefunden, die den berichteten Umfang, die Zahl der betroffenen Bewohner oder die offizielle Begründung unabhängig bestätigt. Die geprüften lokalen Unterlagen betreffen unter anderem Infrastruktur, Gefahrenabwehr und Verwaltung, belegen aber nicht für sich allein das berichtete Räumungsprogramm.
FCM fordert die zuständigen Behörden auf, die maßgeblichen Rechts- und Planungsdokumente, Karten der betroffenen Gebiete, Daten zu Bewohnern und Gebäuden, Mitteilungsverfahren, Entschädigungsregelungen, Umsiedlungsbedingungen und verfügbare Rechtsmittel zu veröffentlichen. Abriss oder Umsiedlung einer großen Religionsgemeinschaft sollten auf transparentem Recht, wirksamer Mitteilung, verhältnismäßigen Maßnahmen, fairer Entschädigung und effektiven Rechtsbehelfen beruhen.
Solange primäre Verwaltungsunterlagen fehlen, stellt FCM den berichteten Umfang oder die behauptete staatliche Motivation nicht als unabhängig festgestellte Tatsache dar. Gerade diese Beweislücke begründet die Forderung nach größerer amtlicher Transparenz.
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