Wang Dan war Geschichtsstudent an der Peking-Universität und einer der sichtbarsten studentischen Organisatoren der Demokratiebewegung von 1989. Zeitgenössische Berichte und amtliche Unterlagen verbinden ihn mit der Führung der autonomen Studentenföderation Pekings, öffentlichen Dialogen und Protesten; auf der offiziellen Fahndungsliste vom Juni 1989 stand er an erster Stelle.
Er wurde 1989 verhaftet, 1991 zu vier Jahren Haft verurteilt und 1993 vorzeitig freigelassen. 1995 wurde er erneut festgenommen und 1996 wegen subversionsbezogener Vorwürfe zu elf Jahren verurteilt. 1998 wurde er aus medizinischen Gründen freigelassen und in die USA geschickt. Später war er wissenschaftlich, publizistisch und in der Demokratiearbeit im Exil tätig.
Abweichende Teilnehmerberichte über Befehlsgewalt und Entscheidungen Ende Mai 1989 bleiben als quellengebundene Forschungsfragen gekennzeichnet.
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